7 Schritte für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

7 Schritte für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

11. 09. 2018

Du fragst dich wie du nachhaltiger leben kannst? Hol dir hier Inspiration!

Es gibt viele Dinge, die man ändern und umsetzen kann, um seine Lebensweise und seinen Alltag nachhaltig zu gestalten. Nicht alle diese Dinge sind jedoch unbedingt einfach umzusetzen - beispielsweise kann man viel leichter ab sofort den Müll richtig trennen als ein Elektroauto zu fahren. Wir haben uns für euch auf die Suche gemacht und 7 Dinge gefunden, die auch wirklich jeder von uns direkt umsetzen kann, um nachhaltiger zu leben und etwas gutes für die Umwelt zu tun.


1. Trinke Leitungswasser aus wiederverwendbaren Wasserflaschen
Wieviele Plastikflaschen und Transportwege könntest du damit pro Jahr sparen?

Nicht nur sind es die offensichtlichen Mengen an produzierten Müll bei der Verwendung von Einweg-Plastikflaschen, es sind jedoch auch die dahinter versteckten Transportwege, die den Kauf von Einweg-Plastikflaschen kaum vertretbar machen.

Laut der Deutschen Umwelthilfe werden alleine in Deutschland stündlich 1,8 Millionen Einweg-Plastikflaschen verbraucht, das heißt pro Tag 43 Millionen Stück, und pro Jahr 16 Milliarden Plastikflaschen. Das sind nicht nur erschreckende Zahlen, aber auch die Prognosen gehen mehr in Richtung Einweg statt Mehrweg, denn von vielen Discountern und internationalen Getränkekonzernen werden immer mehr Einweg-Plastikflaschen in den Markt gedrückt.

Die Verwendung von Plastikflaschen ist also eine wirkliche Ressourcenverschwendung in großem Ausmaß und stellt zudem eine große Belastung für unser Klima dar. Wie kann diesem Trend jeder einzelne von uns nun entgegen wirken?

Das ist ganz klar - keine Einweg-Plastikflaschen mehr kaufen und sich eine Wasserflasche zulegen, die man immer bei sich hat und die man ganz einfach regelmäßig mit Leitungswasser befüllt. So spart man nicht nur einiges an Müll, sondern obendrein auch noch viel Geld und tut der Umwelt etwas gutes.

 

2. Baue dein eigenes Obst und Gemüse an
.. und verschönere obendrein dein Zuhause oder deinen Garten!

Wäre es nicht schön, wenn du für deinen Salat nur in deinen Garten, auf deine Terrasse oder Balkon gehen müsstest und einfach nach Belieben die reifen Salatblätter, Paprika, Gurke, Karotten und dazu passende Kräuter pflücken kannst? Diese Vorstellung kann ganz einfach Realität werden in dem du dir im Frühjahr die nötigen Samen oder Pflänzchen besorgst und mit dem Anpflanzen loslegst.

Natürlich wäre es praktisch einen eigenen Garten zu besitzen, aber dieser ist definitiv nicht nötig! Es gibt heutzutage viele Möglichkeiten, um sein eigenes Essen selbst anzubauen - sei es in Hochbeeten oder Holztrögen auf der Terrasse oder in kleinen Töpfen auf dem Balkon oder sogar auf dem Fensterbrett. Auf Pinterest gibt es die nötige Inspiration dazu.

Eine gleichwertige Alternative zum Anbau im eigenen Heim ist das sogenannte "Community Gardening" (zu deutsch: Gemeinschaftsgarten). Hier ist die Kernidee, gemeinsam ein Stück Land in einen blühenden Garten zu verwandeln, Gemüse und Früchte für den eigenen Bedarf anzubauen und die grüne Oase zu einem Ort der Begegnung zu machen, wo neben dem Anbauen und Ernten auch noch Freundschaften entstehen.

 

Community Gardening
Copyright: Marco Clausen


Ein bekannteres Beispiel davon gibt es in Berlin - den Prinzessinnengarten. Hier bauen mitten im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg umliegende Bewohner gemeinsam heimisches Obst und Gemüse an. Auch Veranstaltungen und kleine Feste werden dort regelmäßig veranstaltet. Eine super Idee finden wir!

Und solltest du wirklich keinen Weg finden, dein eigenes Obst und Gemüse anzubauen, so kannst du immer noch direkt in deiner Küche Sprossen ziehen, welche einen unglaublichen Mehrwert in deiner Ernährung bieten und eine große Menge an Nährstoffen beinhalten.


3. Bereite dich vor
.. und helfe auch so der Umwelt!


Damit meinen wirnicht, dass du dich auf die nächste Demonstration von Umweltschutz-Aktivisten vorbereiten sollst. Viel mehr meinen wir damit, dass es oft schon genügt, wenn man sich im Alltag gut organisieren und vorbereiten kann. 

Wenn du also eine längere Zugfahrt oder Reise vor dir hast, dann koche dir deine Mahlzeiten vor, packe Sandwiches ein, und nimm dir wiederverwendbares Besteck mit, damit du kein Plastikbesteck benutzen musst. So sparst du Ressourcen und gleichzeitig ernährst du dich bewusst gesund. Und vergiss deine Wasserflasche nicht!

 

http://contao.lifefood.eu/tl_files/data/en/Blog/2018/Mealsinajar.jpg

Copyright: Melissa @Bless This Mess


4. Repariere Dinge bevor du sie ersetzt
Oder gebe ihnen einen neuen Zweck mit einem neuen Leben.


Wie oft hast du schon Sachen weggeben, die man vielleicht noch reparieren hätte können? Wenn du selber nicht weißt, wie du den alten Staubsauger reparieren kannst, frage in deinem sozialen Umfeld und beim Hersteller nach. Einfacher klappt das mit dem Reparieren schon bei dem Hemd, wo ein Knopf abging, oder bei dem Schreibtischstuhl, wo vielleicht eine Rolle ersetzt werden muss.

Sollte einmal der Versuch den Gegenstand zu reparieren scheitern, kann man immer noch auf Upcycling setzen und schlichtweg einen anderen Verwendungszweck für nicht mehr zu rettende Dinge finden. Beispielsweise lässt sich aus alten Autoreifen eine Schaukel für Kinder oder eine neue Sitzgelegenheit für den Garten bauen. Außerdem kann man aus zerrissener Kleidung neue Stoffbeutel kreieren oder daraus gänzlich neue Kleidungsstücke herstellen. Diese Firma gibt alten Kiteboards einen neuen Sinn und zeigt euch hier in diesem Video wie daraus eine Garderobe entsteht. Der Kreativität sind also keinerlei Grenzen gesetzt!

Gebrauchte Kiteboards als Garderobe

Copyright: Schier Boards


5. Schränke deinen Konsum ein
Oder brauchst du wirklich all diese Dinge?


Brauchst du alle Klamotten, die du im Schrank hast? Brauchst du das neue Smartphone wirklich? Und wenn du dir da gar nicht so sicher bist, warum kaufst du es dann? Machen dich die Produkte wirklich frei, glücklich und bringen dir gesellschaftliche Anerkennung, wie es die Werbung verspricht?

Wir alle glauben, wir müssten immer mehr und immer teurere, größere, und schönere Dinge kaufen. Weißt du warum das so ist? Weil wir in dieser heutigen Zeit glauben, wir seien nicht genug. Nicht genug sein bedeutet, wir müssen dieses Defizit mit anderen Dingen und ganz viel Konsum kompensieren.

Aber hör jetzt genau zu: DU BIST GENUG. Du brauchst kein teures Make-Up um schön genug zu sein, du brauchst keine Markenkleidung um genug hip zu sein, du brauchst auch nicht das neueste Smartphone, um im Trend zu liegen.
Ganz im Gegenteil - Minimalismus ist Trend und weniger Konsum ist ein weiterer Schritt zu einem nachhaltigeren Alltag!

Je weniger du konsumierst, desto besser: Weniger Kleidung, weniger Kosmetik, weniger Verpackungsmaterial, weniger Elektrogeräte, usw. Dein alter Pulli ist immer besser als ein nachhaltig produzierter neuer Pulli. Das gilt auch für dein Smartphone.

 

6. Entscheide bei jedem Kauf bewusst
Jeder Einkauf ist ein Wahlzettel.


Bei jedem noch so kleinem Kauf entscheidest du wen du damit unterstützt. Egal ob das der Wocheneinkauf beim Supermarkt ist, oder die neue Jeans. Der Einkauf ist wie ein Wahlzettel und wir als Konsumenten haben die volle Power und Kontrolle.

Beachte vor jedem Kauf auch die Lebenserwartung des Produkts: Wie lange kann das Produkt verwendet werden? Hat es mehr als nur einen Nutzen? Wenn es nicht mehr benutzbar ist, muss es dann in den Müll? Versuche die Dinge, die du oft benötigst und immer wieder wegwerfen musst, durch langlebigere und wiederverwendbare Dinge zu ersetzten.

Beim Lebensmitteleinkauf setze wenn möglich auf biologische Lebensmittel, regionale Wertschöpfung, faire Arbeitsbedingungen und eine hohe Qualität. Das tun auch wir bei Lifefood und versuchen so, nicht nur erstklassige Produkte herzustellen, sondern auch bewusste Ernährung und Nachhaltigkeit zu fördern.

 

7. Wasser bewusster verwenden
Denn es ist lebensnotwendig.

Eine einfache Methode, um schnell viel Wasser zu sparen ist zu duschen, denn: Duschen ist sparsamer als Baden. Moderne Duschköpfe und Durchflussbegrenzer verringern den durchschnittlichen Verbrauch von 25 auf 9 Liter pro Minute. Beim Einseifen, Zähneputzen und Rasieren einfach den Wasserhahn zudrehen, und schon werden wieder einige Liter Wasser gespart!

 

Das alles sind einfache Dinge, die wir in unseren Alltag zu jeder Zeit ändern und umsetzen können. Oft braucht es nicht viel mehr als ein paar gute Denkanstöße und schon ist man auf dem besten Weg zu einem nachhaltigen Leben!