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Tereza im Elle Interview

Was für ein tolles Interview! Die tschechische Elle sprach mit lifefood Gründerin Tereza Havrlandová. Für Euch haben wir den Text mal übersetzt…

Meine Karriere – Tereza Havrlandova

„Man kann Erfolg und Geld haben, aber ein Job, der Deinem Leben einen Sinn gibt, ist der größte Reichtum“, sagt die Gründerin von lifefood, eines Unternehmens, das sich auf lebendige Nahrung spezialisiert hat.

STUDIUM… Ich verlängerte mein Studium der Rechtswissenschaften und an der University of Economics ein wenig durch Jobben in Frankreich, studieren in Neuseeland und reisen durch Australien. Zwei Jahre später brachten mich eine schwere Verletzung und lange Rehabilitation zurück nach Tschechien.

ZU HAUSE… Trotz meiner zwei Universitätsabschlüsse, fühlte ich mein Potenzial ungenutzt. Mir war klar, dass ich in naher Zukunft nicht in der Lage sein würde zu reisen und dass ich mich hier irgendwie „entertainen“ müsste. Als ich darüber nachdachte, was ich tun könnte, realisierte ich, dass Rohkost Lebensmittel, die ich im Ausland so lieben und schätzen gelernt hatte, auf dem Tschechischen Markt fehlten. Also gründete ich ein Unternehmen.  

Biographie...Tereza wurde 1981 in Prag geboren. Sie hat Ihren Abschluss in Jura und an der University of Economics. 2006 gründete sie die Firma lifefood, spezialisiert auf Produktion und Verkauf von Rohkost Produkten (Lebensmitteln, die unter 42°C verarbeitet werden, um alle Nährstoffe zu erhalten). In diesem Jahr organisierte Tereza Tschechiens erstes Festival für lebendige Nahrung, das RawFest. In der Zukunft würde sie gerne ein internationales Fest organisieren.

MEIN UNTERNEHMEN… Am Anfang spezialisierte sich lifefood auf den Import sogenannter Superfoods – Nahrungsmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln, die einen hohen Nährstoffanteil besitzen und reich an Vitaminen und Mineralien sind, z.B. Gerstengras, Algen, Chlorella oder ungeröstete Kakaobohnen. Als ich vor sieben Jahren begann den Läden diese Superfoods anzubieten, schauten mich die Leute an, als wäre ich ein Spinner. Niemand kannte diese Nahrungsmittel und ich musste immer wieder erklären, warum sie gut sind und verzehrt werden sollten.

Die Notwendigkeit sich zu vergrößern kam, als Leute begannen unsere Produkte zu kaufen. Ich wollte es ihnen ebenso ermöglichen sich mit rohen Kräckern, Aufstrichen, Cookies und Schokoladen zu verwöhnen. Gleichzeitig erschien es mir unsinnig super teure Produkte zu importieren, welche ich auch zuhause selber machen konnte. So wurde lifefood zum Produzenten dieser Leckereien.

HEUTE… sind wir mit unseren Produkten, das größte Unternehmen in Europa, dennoch war der Anfang nicht leicht. Ich brauchte eine Produktion und Mitarbeiter, die bezahlt werden wollten – was schwer ist, wenn die Einnahmen nicht der Rede wert sind. Zeitweise schuldete ich 8 Millionen Tschechische Kronen (ca. 290.000€) und hatte keine Ahnung wann und ob sich die Situation ändern würde.

ERLÖSUNG… kam durch den Eintritt in ausländische Märkte, wo das Interesse an unseren Produkten groß war und mit dem Interesse kamen die Investment Angebote.

ARBEIT… bedeutet für mich zu tun, was ich mag und den Leuten das zu geben, was sie möchten. Wenn das dann auch noch etwas Gesundes ist, gibt dies meinen Anstrengungen einen Sinn.

STRESS… forderte schnell nach der Gründung seinen Tribut. Bald kamen alle Gründe, die mich ursprünglich zur lebendigen Nahrung gebracht hatten, zurück – schlechte Haut, Gewichtsprobleme und ganz besonders Verdauungsprobleme. Danach machte ich meine eigene Gesundheit und Wohlbefinden zur Priorität und fand heraus, dass, wenn ich auf mich selbst aufpasse, auch das Unternehmen floriert.

MEIN LEBEN… ändert sich mit den Jahreszeiten. Von April bis Oktober bewege ich mich hauptsächlich zwischen Tschechien und Holland. Im Winter ziehe ich dann mit meinem Büro in wärmeres Klima um, zum Beispiel nach Brasilien oder auf die Philippinen, wo ich auch kitesurfe. Diese persönliche Freiheit ist mir sehr wichtig und wäre unmöglich, wenn ich nicht super Leute im Unternehmen und einen großartigen Kollegen, Pavel Martinek, hätte, die sich um das Unternehmen kümmern.

VISIONEN…für die Zukunft sind etwas, das ich nicht habe. Ich habe keine Ahnung, was in ein paar Jahren sein wird und wo mich das Leben hintreibt. Ich bin auf nichts fixiert und nehme die Dinge, wie sie kommen. Dennoch nehme ich an, dass ich mehr Zeit in wärmeren Klimazonen verbringe, mehr Sport mache und weniger arbeite.