lifefood.de Unternehmen Pressespiegel Interview: Wassersport und Vitalkost

Wassersport und Vitalkost

Interview mit Tereza Havrlandová

Das folgende Interview mit lifefood Gründerin Terza Havrlandová ist in der Zeitschrift Die Wurzel erschienen. (Ausgabe 03/2011)

Die Wurzel: Liebe Tereza, mehre Leser kennen Dich vom Messestand „lifefood“, mit dem Ihr sowohl auf der Biofach in Nürnberg, auf der Vital-kostmesse Rohvolution® und auf der Paracelsusmesse/VeggieWorld u.a. vertreten seid. Wann und wo hast Du die Firma lifefood gegründet?

Tereza Havrlandová: Es war Anfang Frühjahr 2006, als ich die Firma lifefood s.r.o. im Handelsregister von Prag eintragen ließ. Damals wollte ich lediglich einige Superfoods und Rohkostprodukte von Übersee nach Tschechien importieren. Im März machte ich mich auf die Suche nach passenden Lieferanten und ab Juli begann ich, die Bioläden in Tschechien abzuklappern und an sie zu verkaufen. Bald stellte ich fest, dass es in den Shops in Amerika viele leckere Rohkostsnacks gab, aber so gut wie nichts davon in Europa erhältlich war. Ich dachte, es wäre doch großartig, wenn es diese Produkte auch hier geben würde. Mir wurde aber schnell klar, dass der Import zu viel zu hohen Preisen führen würde. Ich dachte mir, dass es wohl das Beste wäre, solche Produkte selbst herzustellen. Anfang 2007 fand ich eine kleine Produktionsstätte und brachte die ersten eigenen Produkte auf den Markt.

Die Wurzel: Was oder wer war die Motivation lifefood zu gründen? Was steckt hinter lifefood?

Tereza Havrlandová: Wie gesagt war es hauptsächlich die Idee, anderen Leuten die Rohkost näher zu bringen. Ich dachte, wer herausfindet, wie lecker Rohkost sein kann, steigt zwangsläufig auf Rohkost um, weil es gesund ist. Und wenn etwas gesund ist und gleichzeitig gut schmeckt, warum sollte man sich nicht so ernähren? Im Lauf der Zeit musste ich allerdings lernen, dass es doch nicht so einfach ist. Der größte Teil meiner Motivation war, meinen Lebensunterhalt mit dem zu verdienen, was ich liebe. Ich bin der Meinung jeder sollte das tun. Nur so so kann man seine Fähigkeiten voll zur Geltung bringen.

Die Wurzel: Wenn man eine Vitalkostfirma ins Leben ruft, hat man wahrscheinlich schon davor selbst die Motivation gehabt, sich so lebendig wie möglich zu ernähren. Wann und durch wen oder was bist Du inspiriert worden, Dich vital zu ernähren?

Tereza Havrlandová: Zwischen 2003 und 2004 schlichen sich nach und nach einige gesundheitliche Probleme bei mir ein. Probleme mit der Haut, schwere Verdauungsprobleme und ein paar extra Kilos. Ich probierte alle möglichen Ernährungsarten aus, um diese Kilos wieder los zu werden. Leider ohne Erfolg. Ich denke, viele Menschen machen im Laufe Ihres Lebens diese Erfahrung. Während eines Besuchs in den USA bei meiner Schwester, Anfang 2004, klagte ich über meine Probleme und Sie gab mir die Rohkost-Bibel von David Wolfe (die Sonnendiät) und bat mich, das Buch zu lesen. Ich verschlang das Buch in nur fünf Tagen und stellte meine Ernährung über Nacht auf vegetarische Rohkost um.

Die Wurzel: Vitalkosternährung hat eine große Bandbreite. So gibt es Frugivore, die sich nur von Früchten ernähren, andere von Wildkräutern mit Früchten und wiederum andere lehnen Vitalkostgerichte und –produkte rigoros ab, weil sie der Ansicht sind, dass jedes Mischen und Verarbeiten von Nahrungsmitteln schon wieder den Wert der Nahrung verringert. Und wiederum andere schwören auf tierische Produkte wie Rohmilchkäse, getrocknetes Fleisch, Fisch oder frische Eier. Wie ernährst Du Dich heute innerhalb der Vitalkost?

Tereza Havrlandová: In den vergangenen drei bis vier Jahren zog ich Früchte allem anderen vor. Für mich sind Früchte das beste Essen der Welt. Ich glaube mehr als 80 bis 90 % meiner Nahrung sind frische Früchte. Manchmal, wenn mir nach einer Körperreinigung ist, esse ich 100 % Früchte. Was ich sonst so esse sind Gemüse, Nüsse, rohe Kräcker oder rohe Brote. Auf Reisen oder in Restaurants esse ich auch ausnahmsweise gekochtes Gemüse. Wegen des derzeitigen radioaktiven Risikos esse ich auch vermehrt Meeresalgen und Superfoods. Normalerweise ernähre ich mich grundsätzlich vegan und glutenfrei, vermeide so gut es geht Salz und versuche mich an eine fettarme rohe vegane Ernährung zu halten (das Konzept von Dr. Graham und weiteren).

Die Wurzel: Wie hoch ist im Augenblick Dein Vitalkostanteil? Und wie hoch war er, als Du mit der Vitalkost begonnen hast?

Tereza Havrlandová: Ich weiß nicht genau, aber ich esse etwa 95 % roh. Das kommt auch auf die Jahreszeit an, im Sommer ist es mehr. Zu Beginn habe ich ein Jahr lang ausnahmslos 100 % Rohkost gegessen.

Die Wurzel: Wenn Du Ausnahmen machst, wie schauen diese aus? Und hast Du hinterher ein schlechtes Gewissen oder fühlst Dich unwohl?

Tereza Havrlandová: Meine Ausnahmen sind gedünstetes, gegrilltes oder gebratenes Gemüse, vegetarische Suppen, Thai-Essen, aber ich vermeide grundsätzlich Reis, Soja und Kartoffeln. Ich habe dabei kein schlechtes Gewissen. Das habe ich mir abgewöhnt. Ich habe eher ein schlechtes Gefühl, wenn sich mein Magen nach einem bestimmten Essen nicht gut anfühlt, aber das kann genauso gut von bestimmter Rohkost kommen, also macht es für mich keinen Unterschied. Das Wichtigste ist für mich, nicht zu viel zu essen. Das einzige, was ich in großen Mengen essen kann, und mich dabei niemals schlecht fühle, sind Früchte.

Die Wurzel: Warum hast Du Deine Ernährung auf Vitalkost umgestellt, hattest Du unter einer chronischen Krankheit gelitten?

Tereza Havrlandová: Keine chronische Krankheit, aber meine Leber und Bauchspeicheldrüse waren geschädigt. Vor allem durch Hormonpillen, aber auch von schlechtem Essen. Falls ich die Macht dazu hätte, würde ich die Verschreibung von Hormonpillen an sehr junge Mädchen sofort verbieten.

Die Wurzel: Neben der gesunden Ernährung bewegst Du Dich auch leidenschaftlich gerne. Was sind Deine Lieblingssportarten und seit wann übst Du diese aus?

Tereza Havrlandova: Nun, ich laufe regelmäßig und fahre Rad. Aber meine größte Leidenschaft ist Kitesurfen. Das ist wirklich aufregend für mich.

Die Wurzel: Wie bist Du auf Deine große Leidenschaft Wassersport gekommen? Was reizt Dich dabei? Und wo übst Du diese Sportart aus?

Tereza Havrlandová: Einige meiner Freunde treiben diesen Sport und ich wollte das auch ausprobieren und lernen. 2004 wagte ich mich zum ersten Mal mit einem Drachen aufs Wasser. Danach hat es mich wirklich gepackt und ich bin süchtig geworden. Es ist schwer zu erklären, aber jeder, der diesen Sport betreibt, weiß warum. Wenn Du es einmal versucht hast, möchtest Du unbedingt wieder dieses Gefühl erleben, wieder und wieder. Und wenn Du Deine ersten Sprünge machst, kommst Du nie mehr davon los. Mitteleuropa ist nicht der perfekte Ort für diesen Sport, wir haben einige Seen, aber das ist nicht wirklich das, was man will. Deshalb fahre ich, wenn es geht, im Sommer nach Griechenland oder übers Wochenende nach Norddeutschland oder Polen. Im Winter bin ich lieber in Südostasien. Die Philippinen sind der perfekte Ort fürs Kiten.

Die Wurzel: Wie groß ist der Anteil von Menschen im Land von Pan Tau, Prinzessin Arabella und dem fliegenden Ferdinand, die sich für eine gesunde Ernährung interessieren? Gibt es eine vegetarische Bewegung? Und wie schaut es mit dem Veganismus und der Vitalkost in der Tschechischen Republik aus? Gibt es ein vegetarisches Restaurant in Prag?

Tereza Havrlandová: Ich habe keine Ahnung, wieviele es genau sind. Der Anteil ist vermutlich kleiner als in Deutschland. Die gesamte Vitalkost-Bewegung wächst, aber noch gibt es mehr Menschen die „Knödel und Speck“ essen. Es gibt viele Vegetarier und Veganer, aber nicht viel, die sich konsequent mit Vitalkost ernähren. Andererseits bin ich dankbar, dass es uns gelungen ist, unsere Produkte innerhalb der ersten drei Jahre des Firmenbestehens in die meisten Bioläden im Land zu bringen. Viele Vitalkost-Fans kennen zumindest einige Grundzüge der Rohkost. In Prag gibt es etwa acht bis zehn vegetarische Restaurants, drei davon sind rein vegan.

Die Wurzel: Vitalkost hat auch etwas gemeinsam mit den tschechischen Märchenfilmen wie Pan Tau, Luzie, Ferdinand oder die Märchenprinzessin. Das Leben des Einzelnen verwandelt sich durch die Vitalkost oft in ein schönes Märchen, als könnte man zaubern. Krankheiten verschwinden aufgrund der Vitalkost, die jahrelang medizinisch ohne Erfolg therapiert wurden und beruflicher Erfolg und zwischenmenschliches Glück stellen sich auf zauberhafte Weise ein, weil sich die gesunde Ernährung auf alle Lebensbereiche, nicht nur auf die Gesundheit, positiv auswirkt. Man erkennt, dass Wünsche sich nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung automatisch erfüllen, solange man an sie glaubt und sie ausspricht. Haben sich dank der Vitalkost Deine Träume auch schneller erfüllt als bei anderen Menschen? Was hat sich alles Positives durch die Ernährungsumstellung in Deinem Leben verändert?

Tereza Havrlandová: Die Ernährungsumstellung hat vermutlich alles in meinem Leben verändert. Dank der Vitalkost kam ich auch mit Spiritualität in Kontakt und ließ mich auf eine Reise der persönlichen Veränderung ein, welche wahrscheinlich immer weiter führen wird. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung. Ich denke, alles in meinem Leben hat sich zum Positiven verändert und es ist so ganz anders, als es vorher war. Ich betrachte jede Veränderung als positiv. Es ist bestimmt auch wegen meiner Arbeit, die sich durch meine Ernährungsumstellung ergeben hat. Der Beruf ist schließlich ein großer Teil des Lebens.

Die Wurzel: Inwieweit sind chronische Krankheiten in der Tschechischen Republik genauso weit verbreitet wie in Deutschland? Oder ernährt sich der Durchschnittsbürger Tschechiens gesünder als der Durchschnittsdeutsche? Oder unterliegen die Tschechen auch den Werbemaßnahmen der ungesunden Nahrungsmittelindustrie? Wie verhält sich der Einzelne bei akuten Krankheiten wie Grippe, Husten, Mandelentzündung? Wird wie in Deutschland sehr häufig der Arzt aufgesucht oder Tabletten genommen oder kurieren die Leute ihre Krankheit noch zu Hause im Bett aus mit altbewährten Hausmitteln? Wenn ja, welche Hausmittel kennst Du von früher?

Tereza Havrlandová: Ich glaube, es ist ähnlich wie in Deutschland. Die Menschen werden mit Werbung für Nahrungsmittel zugedröhnt und alles dreht sich um den Preis. Deshalb kauft die Mehrzahl der Menschen bei Lidl oder Tesco. Kranke Menschen nehmen in Tschechien üblicherweise Tabletten. Hausmittel werden nur selten genutzt. Die Zahl der Arztbesuche geht zurück, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass pro Arztbesuch 30 Kronen bezahlt werden müssen und dass die ersten drei Krankentage nicht mehr bezahlt werden. Das Rennen machen aber die Tabletten. Es gibt Pillen für alles, TV-Werbungen dafür laufen rund um die Uhr.

Die Wurzel: Haben es in Tschechien alternative Heilweisen und Heilmethoden genauso schwer wie in Deutschland, von Seiten der Schulmedizin anerkannt zu sein? Oder arbeiten Schulmedizin und Alternativmedizin in der Tschechischen Republik zusammen?

Tereza Havrlandová: Es ist genauso schwer, würde ich sagen. Homöopathen, Naturheilkundige und andere sind von der offiziellen Schulmedizin nicht anerkannt und die Menschen haben Scheu davor, zu ihnen zu gehen. Natürlich ist es bei allen wichtig zu wissen, wer seine Arbeit gut macht und wer nichts drauf hat. Das gilt genauso für Ärzte. Ich kenne ein paar aufgeklärte Ärzte, die einige natürliche Heilmethoden anwenden, aber davon gibt es nur wenige.

Die Wurzel: Wie alt bist Du, wo wurdest Du geboren und wo bist Du aufgewachsen? Wo lebst Du heute und in welcher Gemeinschaftsform?

Tereza Havrlandová: Ich bin vor 29 Jahren in Prag zur Welt gekommen hier auch aufgewachsen. Am Ende meines Studiums habe ich einige Zeit im Ausland gelebt, aber jetzt wohne ich wieder in Prag. Mein Freund und ich haben gemeinsam mit ein paar Freunden ein Haus gemietet. Die Winter versuche ich aber in wärmeren Gegenden zu verbringen.

Die Wurzel: Was hast Du vor Deiner selbständigen Tätigkeit mit lifefood beruflich getan? Aus welcher Ausbildungsrichtung kommst Du?

Tereza Havrlandová: Ich habe vor der Gründung von lifefood an einer juristischen Fakultät und einer Wirtschaftsschule studiert (Internationale Politik). Eigentlich habe ich beide Studiengänge erst abgeschlossen, als lifefood bereits am Laufen war. Außerdem habe ich verschiedene fremde Länder bereist und dort saisonabhängige Arbeiten gemacht. Nichts Besonderes.

Die Wurzel: Wie viele Mitarbeiter hat lifefood mittlerweile und in welchen Ländern ist lifefood mit Firmensitz vertreten? Und in welchen Ländern werden Eure Produkte verkauft?

Tereza Havrlandová: Zurzeit arbeiten auf tschechischer Seite 25 Menschen in unserer Produktion in Prag. Dazu gibt es seit Oktober 2009 die lifefood Rohkost AG in Deutschland, welche den Vertrieb für Deutschland, Österreich und Schweiz organisiert. Durch Vertriebspartner sind wir in vielen weiteren europäischen Ländern vertreten: Slowakei, Slowenien, England, Irland, Belgien, Niederlande, Frankreich, Dänemark, Finnland, Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Italien, Polen und Spanien.

Die Wurzel: Die Rohkostmesse „Rohvolution“ ist eine Plattform, auf der Ihr erfolgreich mit Euren Produkten vertreten seid. So auch auf der Biofach in Nürnberg, auf der Paracelsusmesse in Wiesbaden und vielen weiteren Messen im Jahr. Welche Messe ist für Euch die wichtigste und erfolgreichste Messe von allen? Kennt Ihr eine ähnlich erfolgreiche Messe im Vitalkostbereich wie die Rohvolution?

Tereza Havrlandová: Es ist schwer zu sagen, welche die wichtigste Messe für uns ist. Alle haben eine andere Funktion. Als internationaler Hersteller ist für uns die Biofach wohl die bedeutendste Messe, weil wir dort mit Händlern und Lieferanten der verschiedensten Länder ins Geschäft kommen können. Gleichzeitig ist es die wichtigste Fachmesse für die deutschen Biogeschäfte. Andererseits werden wir über die Rohvolution bei vielen Menschen bekannt, die Wert auf eine gesunde Ernährung legen. Ich kenne weltweit keine Messe, die sich so auf Rohkost und Vitalkost spezialisiert hat, wie die Rohvolution.

Die Wurzel: Welche Märkte welcher Länder möchtet Ihr in naher Zukunft noch erschließen bzw. scheinen für Euch interessant zu sein?

Tereza Havrlandová: Ich glaube es fehlen noch Schweden und Norwegen. Die stehen jedenfalls als nächstes auf unserer Liste. Außerdem sind einige der oben genannten Länder noch nicht soweit erschlossen, wie wir es uns wünschen. Es gibt noch viel zu tun. Wir haben auch Anfragen aus den USA und Kanada, aber ich bin nicht sicher, ob wir dort tätig werden sollen. Wir werden sehen.

Die Wurzel: Die Herstellung Eurer Produkte, insbesondere die Kräcker und die Schokoladen, sind mittlerweile sehr umfangreich und können nicht mehr von ein paar Mitarbeitern per Handarbeit getrocknet werden. Wer ist für die Rezepte verantwortlich? Und wie hat alles mit der Herstellung begonnen? Wie schnell ist aus einem Ein-Mann-Betrieb ein mittelständisches Unternehmen geworden? Wie viele Mitarbei-ter habt Ihr? Und wie viele sind rein für die Herstellung der Produkte verantwortlich? Reichte zu anfangs sicherlich die eigene Küche aus, so stellt Ihr heute wahrscheinlich woanders unter viel professionelleren Bedingungen her, richtig?

Tereza Havrlandová: Ich bin verantwortlich für die Rezepte. Ich hatte auch immer wieder mal Mitarbeiter, die mir dabei geholfen haben. Aber normalerwei-se entwickle ich die Rezepte selbst. Am Anfang hatte ich nur meine kleine Küche und meine persönliche Erfahrungen durch das Herstellen von getrockneten Kräckern und anderen Rohkost-Leckereien. Das wars. Dann haben meine Schwester und ich Tahini mit Kakao gemixt, in Gläser gefüllt und nannten es „Cacao Dream“. Als ich dann mit meiner eigene Produktion beginnen wollte, suchte ich nach einem passenden Ort und fand eine alte Bäckerei in einem Hinterhof, direkt im Zentrum von Prag. Wir zogen dort mit unserer Firma ein und bauten den alten Backofen mit großen Ventilatoren und Luftführungen um, damit wir die Produkte bei niedrigen Temperatu-ren trocknen konnten. Im Frühjahr 2010 sind wir an die Stadtgrenze von Prag gezogen. Unsere Produktionsstätte ist nun etwa fünfmal so groß wie zuvor und wir haben drei große Trocknungsanlagen, die extra für uns entwickelt wurden. Ich würde sagen, wir haben gut drei Jahre gebraucht, um alles auf ein professionelles Niveau zu heben. Allein direkt in der Herstellung arbeiten 13 Mitarbeiter und drei Mitarbeiter organisieren die Produktion. Es sind wirklich viele Leute und es gibt viel Arbeit. Wir müssen uns noch weiter professionalisieren, damit wir nicht im Chaos versinken.

Die Wurzel: Wie viele Rohkostbrote und Schokoladen stellt Ihr am Tag her, um alle Wiederverkäufer und Endkunden zufrieden stellen zu können? Und mit welcher Menge hast Du täglich begonnen?

Tereza Havrlandová: Im Moment können wir in 24 Stunden etwa 80 bis 200 kg getrocknete Produkte herstellen. Das hängt vom jeweiligen Produkt ab. Eini-ge trocknen innerhalb acht Stunden, andere sind mehr als 70 Stunden im Trocknungsofen. Das schaffen wir derzeit mit drei Trocknungsanlagen. Die vierte Anlage wird bereits gebaut. Von den Schokoladen können wir derzeit 700 Stück pro Tag produzieren. Bald bekommen wir aber eine kleine Maschine, welche den Mitarbeitern bei der Temperatursteuerung hilft. Dann können wir die Kapazität erhöhen. Im Moment arbeiten wir ziemlich am Anschlag. Durch unser schnelles Wachstum sind wir ständig dabei, die Produktionskapazitäten anzupassen und zu erhöhen.

Die Wurzel: Wenn Ihr Euer jährliches Wachstum beobachtet, um wie viel Prozent steigt Eure Produktion und nimmt Eure Belegschaft jährlich zu?

Tereza Havrlandová: Was die Verkaufszahlen betrifft, sind wir in den ersten Jahren zwischen 65 und 75 % gewachsen. 2010 waren es 79 % und für 2011 zeichnet sich schon jetzt eine ähnliche Steigerung ab. Die Anzahl der Mitarbeiter steigt auch, aber nicht ganz so schnell, da wir mit zu-nehmender Menge effizienter arbeiten können. Diesen Erfolg verdanken wir all unseren Kunden, die uns durch ihre Begeisterung motivieren und uns durch viele Anregungen helfen, unser Angebot weiter auszubauen. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken.

Die Wurzel: Wer Interesse an einer Mitarbeit bei lifefood Deutschland hat, wendet sich bitte an Klemens Reif von lifefood Deutschland. Wir wünschen Euch weiterhin soviel Erfolg wie bisher und Dir Tereza weiterhin so viele neue Rezeptideen und freuen uns, Dich auf der Rohvolution in Augsburg wieder zu sehen. Danke für das Interview.

Wassersport und Vitalkost

Unter dem Titel "Wassersport und Vitalkost" hat die Vitalkost-Zeitschrift "Die Wurzel" ein sehr persönliches Interview mit lifefood Gründerin Tereza Havrlandova geführt. Sie verrät, wie lifefood entstanden ist, wie sie sich selbst ernährt und welche weiteren Entwicklungen in diesem Zusammenhang in ihrem Leben stattgefunden haben.

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Unter dem Titel "Wassersport und Vitalkost" hat die Vitalkost-Zeitschrift "Die Wurzel" ein sehr persönliches Interview mit lifefood Gründerin Tereza Havrlandova geführt. Sie verrät, wie lifefood entstanden ist, wie sie sich selbst ernährt und welche weiteren Entwicklungen in diesem Zusammenhang in ihrem Leben stattgefunden haben.

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