lifefood.de Blog Cashews – Äpfel, Öl und Kerne

Cashews – Äpfel, Öl und Kerne

Hast Du schon einmal was vom Kaschubaum gehört? Einem 10 – 15 Meter hohen immergrünen Laubbaum, der ursprünglich aus Brasilien stammt? Kaschu dürfte vielen besser unter seinem englischen Namen Cashew bekannt sein. Die wertvollen Kerne, die reich an Mineralstoffen, Eisen und der essentiellen Aminosäure Tryptophan sind, erfreuen sich größter Beliebtheit in Deutschland.

Und doch wissen die wenigsten, wie ein Cashewbaum oder der Cashewapfel denn eigentlich aussieht. Schade, hat er doch eine ganz spannende Form und erfrischende Farbe! Folge uns auf eine kleine Reise zu unseren Cashew-Bauern nach Sri Lanka und erfahre mehr über die wertvollen Cashew-Kerne und ihre Geschichte.

Der Cashewbaum

Der Cashewbaum gehört zur Familie der Sumachgewächse und trägt fruchtige Cashewäfpfel sowie die wertvollen Cashewkerne. Er kann bis zu 15 Meter hoch werden und gehört zu den immergrünen Laubbäumen. Auf Grund der Form der Kerne trägt der Cashewbaum auch den Namen Nierenbaum.

Als Cashewapfel wird der birnenförmige, fleischige Fruchtstiel des Baumes bezeichnet. Im reifen Zustand ist dieser gelborange bis rot und verbreitet einen fruchtig-süßlichen Duft. Leider ist der Cashewapfel jedoch nicht lager- oder transportfähig, weshalb er in Europa kaum bekannt ist. Cashewäpfel haben einen intensiven, leicht säuerlichen Geschmack, der mit dem Geschmack eines Apfels verglichen werden kann, und sind reich an Vitamin C. Cashewäpfel lassen sich traditionell zu Saft und Marmelade verarbeiten. Im indischen Goa brennt man aus ihnen den sogenannten Cashew-Feni, einen indischen Schnaps.

Cashew-Produkte

Ein weiteres Produkt des Cashewbaumes ist das Cashew-Schalen-Öl, welches im mittleren Teil der Fruchtwand gefunden werden kann. Das Schalen-Öl soll bei der Beseitigung von Warzen und Hühneraugen wertvoll sein, wird zu hitzeresistentem Gummi und technischen Harzen verarbeitet und kann Holz und Papier vor Termitenfraß und Wurmbefall schützen.

Der europaweit bekannteste Teil des Baumes ist der sogenannten Cashewkern. Seines Aussehens wegen auch häufig Cashewnuss genannt, obwohl es sich im biologischen Sinne um keine Nuss handelt, sondern wahrhaftig um einen Fruchtkern. Dieser befindet sich im Inneren der eigentlichen Frucht des Cashewbaumes, der Elefantenlaus.

Cashewkerne sind süßlich-nussig und haben einen weniger intensiven Geschmack als Erd- oder Walnüsse. Die Kerne sind reicht an Magnesium, Eisen und der essentiellen Aminosäure Tryptophan. Sie werden häufig einzeln, in Müsli, Salaten und Dressings verwendet. Auch das allseits beliebte Studentenfutter wird durch Cashewkerne bereichert.
Ursprünglich ist der Cashewbaum in Brasilien beheimatet und wurde im 16. Jahrhundert durch portugiesische Händler nach Mosambik und Indien gebracht. Viele Jahre später wurden erste Plantagen angebaut und die Cashewpflanze begann sich auch in Afrika, Asien und Lateinamerika zu verbreiten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zählte Indien zum Verarbeitungszentrum der Cashewprodukte. 2001 gehörten neben dem Land der Gegensätze auch Brasilien, Nigeria und Tansania zu den weltweit größten Anbaugebieten.

Cashewkerne gehören zu den preislich wertvollsten „Nüssen“ der Welt. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass pro Cashewsapfel lediglich einen Kern verfügbar ist. Außederm sind die Cashewkerne von einer dünnen Haut umgeben, die vor dem Verzehr entfernt werden muss. Dieser Produktionsschritt führt nach der Ernte zu einem zusätzlichen Aufwand. Auch befindet sich zwischen Schale und Cashewkern ein bitteres Öl, welches entfernt werden muss. In der herkömmlichen Produktion werden Cashewkerne zu diesem Zweck kurz abgeflammt. Dieser Vorgang führt zwar nicht zur Röstung der Kerne, jedoch dazu, dass die Rohkostqualität verloren geht. lifefoods Cashewkerne werden grundsätzlich nach einem anderen Verfahren bearbeitet. Sie werden nicht abgeflammt, sondern schonend von Hand verarbeitet, was dazu führt, dass die Rohkostqualität erhalten bleibt.

Rohe Cashew-Kerne

Weltweit gibt es nur wenige Produzenten von rohen Cashewkernen, die sich auf eine wachsende Nachfrage verteilen. Gibt es schlechte Ernten oder andere Faktoren, die sich negativ auf die Produktion von Cashews auswirken, kann es schnell zu Engpässen kommen. Dies ist unter anderem der Grund dafür, dass lifefood momentan keine rohen Cashewkerne verkauft. Das Rohe ist für lifefood eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale.

Auch in der herkömmlichen Cashewproduktion gibt es Engpässe. Wie schnell so eine Nuss zum Politikum werden kann, zeigt der Artikel „Aufruhr im Cashew-Land“ aus Wallstreet Journal, den wir Dir an dieser Stelle nicht vorenthalten wollen.

Das Thema Cashew-Kerne ist ein sehr spannendes und sensibles Thema. Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Produzenten und regelmäßige Zusammentreffen überzeugen wir uns gegenseitig von Qualität und Wertschätzung der Produkte. lifefood arbeitet seit diesem Jahr mit einem neuen Cashew-Produzenten in Sri Lanka zusammen. Alle Bilder, die du in diesem Blogeintrag siehst, wurden von lifefood Gründerin Tereza Havrlandova auf den Cashew-Plantagen aufgenommen. Erste kleine Mengen konnten wir bereits abnehmen, sodass lifefoods Produkte, die Cashewkerne beinhalten, wieder produziert werden können. Vor allem für die Liebhaber der lifefood Cookies freut uns dies sehr.

Wir hoffen, euer Hunger nach Wissen und qualitativ hochwertigen Rohkostprodukten konnte nun ein wenig gestillt werden und wünschen euch einen guten Appetit!