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Ui, du machst Rohkost!

24.05.2012 08:41

Früchte auf Palmblatt in Indien

Heute beschäftigen wir uns, im Rahmen unseres Interviews mit Bewusstseinsforscherin Bharati Corinna Glanert, mit dem Thema Rohkost.

Lest, welche persönliche Geschichte sie dazu bewegte ihre Ernährung auf Rohkost umzustellen und welche große Bedeutung man dieser natürlichen Ernährungsform in Indien zuspricht.

lifefood: Wie bist du damals zur Rohkosternährung gekommen?

Bharati: Es war eigentlich gar keine so schöne Geschichte. Ich war sehr jung und ziemlich krank, hatte überall geschwollene Lymphknoten. Meine Werte waren damals so schlecht, dass die Ärzte mich zum komplett Check ins Krankenhaus einweisen wollten. Ich hatte ständig Schmerzen und keiner wusste so richtig warum. Damals meinten zwei Freunde: „Mach das bloß nicht. Die werden natürlich was finden und dann bist du richtig in diesem System mit drin. Eigentlich dürfen wir dir dies nicht raten, aber als Freunde sagen wir dir: Faste mal lieber eine Woche, nimm ein paar Vitamine und versuche dich anders zu ernähren.“

Das schien mir einleuchtend. Ich dachte schon damals, es kann nicht sein, dass man mit Chemiekeulen versucht etwas zu heilen, wo man die Ursache noch nicht mal richtig kennt. Dieselben Freunde brachten mir die Rohkosternährung nahe. Nach ungefähr drei Monaten herumexperimentieren, fasten und Vitamine-Nehmen dachte ich mir, so jetzt versuche ich mal ganz Rohkost zu gehen.

Ich war so erstaunt, was damals für eine Entgiftung stattfand – mit brauner Zunge, frieren und allen möglichen Symptomen. Ich merkte, dass es nicht so war, dass die Rohkost mich krank machte, wie viele es denken. Ich habe sofort bemerkt, dass mein Körper Gifte rausschmiss. Ich habe es dann durchgehalten, heute weiß ich, das hätte ich gar nicht so machen müssen – es gibt viele Sachen, um Entgiftungssymptome zu lindern. Ich bin da einfach durch und nach zwei Monaten waren meine Schmerzen weg und meine Blutwerte okay.

Ich habe mir damals gedacht: Hallo, was ist das denn? Habe dann vier Monate weitergemacht mit veganer Instincto und war dann wirklich ein ganz neuer Mensch, brauchte nur noch vier Stunden Schlaf und war wie neugeboren. So habe ich mich entschieden bei der Rohkosternährung zu bleiben. Das war vor 14 Jahren. Der Anfang war nicht leicht. Ich war damals sehr extrem, sehr dickköpfig, bin durch die harte Schule gegangen. Mir war egal, was andere gesagt haben, weil ich gemerkt habe, wie gut mir das tut.

lifefood: Was bedeutet die Rohkost heute für dich?

Bharati: Heute weiß ich, dass man mit Rohkost nicht nur den Körper heilt - was ja mittlerweile auch hier in Deutschland immer bekannter wird - Gott sei Dank. Ich bemerkte nicht nur eine sehr starke Selbstheilung an meinem Körper, die sehr gut und sehr wichtig war, sondern auch, dass es möglich ist spirituelle Erfahrungen dadurch zu erhalten. Das war mir damals nicht so bewusst. Erst jetzt hatte ich in Indien wieder ein Gespräch mit einem Sadhu. Ein Sadhu ist ein Mensch, der sich allem entsagt hat und nur noch den spirituellen Weg geht. Er meinte zu mir „Ui, du machst Rohkost. Das ist so phantastisch. Alle Leute, die Rohkost machen, wissen es oft gar nicht, machen aber eine spirituelle Praxis.“

In Indien sagt man, wenn du 12 Jahre ganz Rohkost machst, dann entstehen automatisch spirituelle Fähigkeiten. Es gibt ein ganzes System dazu, wie man das erreicht. Das ist sehr spannend. In Deutschland essen immer mehr Leute mehr Rohkost und wissen gar nicht, dass sie automatisch spiritueller werden. Das ist natürlich phantastisch!

Für mich persönlich geht es auch darum diese ganzen Wissensebenen zusammen zu bringen – es zu leben und weiterzugeben.

In den alten Veden, das sind die ältesten Schriften der Welt, ist beschrieben, dass Rohkost die erste Form der Ernährung war, die die Menschen hier auf diesem Planeten hatten - und es gibt ja auch viele Spekulationen darüber in der Rohkostszene. Ich habe vor drei Jahren herausgefunden, dass es tatsächlich so ist. Es steht wirklich so in den Veden. Erst im zweiten Yugal, in dem zweiten Zeitalter, haben die Menschen angefangen gekocht zu essen, dann kamen die ersten Krankheiten so sagt man und dann kam die Ayurveda. Davor gab es weder Schriften noch Ärzte.

Also sagt man, dass in dem ersten Yugal alle roh gegessen haben und auch telepathische/spirituelle Fähigkeiten sich eingestellt hatten. Was ich auch glaube ist, dass wir alle diese Fähigkeiten in uns haben und wir alle das erwecken können.

Es ist mein Wunsch, dass alle auf der kommenden Reise das Glück haben spirituelle Erfahrungen zu machen, viel Energie zu spüren und sogar Sachen in sich zu sehen oder zu heilen. Das ist eine tolle Verbindungsenergie und das erste Mal für mich, dass ich ein solches Rohkostevent in Indien mache. Und das freut mich total. Das freut mich echt total. Ich glaube, dass es wirklich eine sehr spannende Erfahrung wird.

Indien ist meine spirituelle Heimat - Lies hier Teil 1 unseres Interviews mit Bharati!

Verändere dein Leben! - Lies hier Teil 2 unseres Interviews mit Bharati!

Reise mit und nach Indien - Lies hier Teil 3 unseres Interviews mit Bharati!

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