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Ein Verwundeter kehrt heim

04.09.2012 08:30

Lest heute, wie Erwin sich aus dem kleinen Militär-Camp bei Skardu, in Pakistan auf den Weg zurück in die Schweiz machte:

K2

"Wir sprechen auch über das Töten und Quälen der Tiere… Und über vieles mehr… Es kommt mir vor, als hätte ich ihre Herzen sehr berührt… Ich staunte, wo ich all die englischen Wörter hervor holte, die mir plötzlich einfielen…

Nun wird es Zeit für den Abschied… DANKESWORTE… und sogar ein paar Tränen in verschiedenen Augen… Als unser Helikopter abhebt um nun definitiv nach SKARDU hinunter zu fliegen, winken alle Militärs mir noch einmal zu… Super-Pilot Faizal dreht noch eine Ehrenrunde vor dem Militär-Camp und fliegt dann auf sehr spektakuläre Weise zum Militärflughafen nach SKARDU… Schon von der Landschaft her und von der Art + Weise werde ich diesen 2. gut halbstündigen Helikopterflug vom 1. Juli 2012 nie vergessen… Diese Flüge waren wie Balsam für meinen, vom K2 so schwer geschlagenen, Körper…

Nach der Landung in SKARDU, musste ich wegen der Versicherung, die den Helikopter bezahlt, zur Untersuchung ins Militärspital… Nach 2 Stunden das Ergebnis: Kein einziger Knochen gebrochen!

 

Heilungsprozesse ohne Chemie

Der Chefarzt versteht nicht, das ein fast 61-Jähriger, nach so einem langen Hochgeschwindigkeitsabsturz kein Knochen gebrochen hat… trotz so vielen Stauchungen, Prellungen, usw.… welche doch von sehr harten Schlägen auf den ganzen Körper zeugen…! Auch er kann mich nicht überzeugen irgendein chemisches Mittel gegen die Schmerzen zu nehmen! Auf meine Bitte, mich noch heute Abend zu entlassen, damit ich mich rund 2 Tage im Motel K2 erholen kann, willigt er schließlich ein…, nachdem ich ihm seine Fragen über meine Ernährung und Lebensweise beantwortet habe…

Ich versuche diesem Arzt auch zu erklären, dass Schmerzen wenn irgend möglich nie mit chemischen Mitteln unterdrückt werden sollten, da diese schädliche Nebenwirkungen haben…, und zudem nur den Reparaturprozess im Körper behindern, welcher einfach mit Schmerzen verbunden ist…! Ich nehme die Schmerzen an, damit dafür der Heilprozess viel schneller abgeschlossen ist…! In der Zeit in der sich der Körper repariert ist es am besten nichts zu essen (FASTEN), oder nur wenige frische Früchte oder Beeren (wenn möglich aus Wildwuchs) mit Wildkräutern zu essen…, oder auch etwas frisch gepresster Gemüsesaft zu trinken…

Das Motel K2 befindet sich am Rande von SKARDU, auf 2200 Meter Höhe…, sehr schön gelegen… 150 Meter über dem INDUS-Flusstal, mit sehr schöner Aussicht! 2 Nächte und 1,5 Tage erhole ich mich im schönen Park des Motels K2…liege mit nacktem Oberkörper an der Sonne und im Halbschatten, im Gras und esse vor allem frische, saftige reife Kirschen von den Bäumen hier im Park… DANKE NATUR PUR!

Auch hier im Hotel treffe ich auf Menschen, welche sich sehr stark für die natürliche Ernährung und Lebensweise interessieren…

Am 3. Juli, nachmittags, fliege ich bereits mit einem großen Flugzeug der Pakistan-International-Air von SKARDU nach ISLAMABAD (Hauptstadt von Pakistan). Der Flug dauert 1 Stunde und führt am wunderschönen „Achttausender“ NANGA PARBAT vorbei, welcher im westlichsten Teil des Himalaya-Gebirges steht, und die umliegende Bergwelt bei weitem überragt… bei blauem Himmel… Super!

 

Die Heimkehr

Am Flughafen von ISLAMABAD, wo die Temperatur sehr sommerlich heiß ist, werde ich vom 75-jährigen Ahsraf Aman abgeholt… Er ist ein berühmter Mann hier in Pakistan… 1977 hat er als 1. Pakistaner, den K2 (höchster Berg Pakistans = zweithöchster Berg der Welt) erstmals bestiegen…Später hat er den K2 auch von China her bestiegen. Zusammen gehen wir ins Büro von Emirates Air, um meinen Flug umzubuchen… Ich habe Glück: Am Tag darauf, am sehr frühen Morgen, werde ich bereits von Islamabad wegfliegen können.
Kurze, halbe Übernachtung im Hotel, abends um 17:00 Uhr bringt mir ein junger Angestellter, mein bestellten ROHKOST-Salatteller ins Zimmer… Und da fängt doch dieser auch noch an, mich über ROHKOST und solche Sachen auszufragen… Gut, es folgt eine halbe Stunde „Vortrage“ und mein Hinweis im Internet weiterzusuchen. Oder auch nach Rohkost-Büchern zu suchen…

Kurz schlafen… Um Mitternacht verlasse ich das Hotel, Richtung Flughafen… Check-in… Kontrollen…

4. Juli 2012: Wir starten mit einem Groß-Flugzeug, um 03:20 Uhr von ISLAMABAD über DUBAI (3 Std. Wartezeit) nach Zürich in der Schweiz, wo ich nach 8 Std. 30 min. totaler Flugzeit eintreffe..: Wegen meiner Wunde (Schürfungen) am Kopf und meiner bestellten „veganen ROHKOST“ kommen auch im Flugzeug viele Fragen von Reisenden neben mir, wie auch von Besatzungs-Mitgliedern über dieses Thema „RAW FOOD“

… Sehr komisch…!

Auch im Zug von Zürich nach Bern interessiert sich ein Student extrem für dieses Thema! Es wird mir langsam bewusst, dass mein Unfall am K2 etwas ausgelöst hat…, und einen Sinn hatte…!

Am Bahnhof „Freiburg“ holt mich meine strahlende, liebe Frau ab…
Habe noch überall Schmerzen..., aber ich bin sehr glücklich, wieder zu Hause zu sein…!"

 

Erwin Corpataux, Schwarzsee, Schweiz


Teil 1 - Verunglückt: Drama pur bei Expedition Pro Natur

Teil 2 - Die Rettung des Erwin Corpataux


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