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Ein aufregender Speiseplan

29.05.2012 14:58

Deutschland isst vegan isst roh

Letzte Woche erkundigte sich lifefood bei Patrick von Deutschland is(s)t vegan, nach den Beweggründen und dem Verlauf seines vierwöchigen Rohkost-Experiments. Heute haben wir seiner Kollegin Sonja die gleichen Fragen gestellt. Lest hier, was sie dazu bewegte hat das Rohkost-Experiment zu starten:

"Rohkostexperimente wurden in letzter Zeit ja einige gemacht, wie ich auf verschiedenen Blogs verfolgen konnte. Neugierig war ich die ganze Zeit aber schon, diese Ernährungsweise einmal auszuprobieren. Ich bin generell ein Mensch, der gerne neue Dinge ausprobiert. Nur so kann ich nachfühlen, was es mit mir macht und wie es mir geht. Mein eigenes Bild von einer Sache wird verankert mit meinen eigenen Gefühlen. Bedeutet für mich, ich kann mehr tolerieren und nachempfinden. So sollte es auch mit der Rohkost sein.

Aber was bedeutet eigentlich Rohkost? Was kann man essen und wie bereitet man es zu? Was bedeutet diese Ernährung für den Körper? All diese Fragen wollte ich durch dieses Experiment beantwortet bekommen. Durch meine Ausbildung zur Ernährungsberaterin steht die Gesundheit und der Einklang des Körpers und des Geistes im Fokus meinen Interesses. Und genau hier setzt Rohkosternährung an: wieder zurück zu den Basics, wieder zurück zur natürlichen Ernährung. Wie eine Mandelmilch hergestellt wird, welche Arbeitsschritte vorweg gehen, bevor man ein Glas trinken kann, weiß man doch erst, wenn man es mal selbst hergestellt hat. Genauso wie das Mahlen des Mehls, das Zubereiten von Brotaufstrichen, Pasten, Pesto – die Liste ist unendlich fortsetzbar.

Diese Grundlage zu erfahren, schafft mir ein Verständnis, dem Prozess der Nahrungsmittelgewinnung gegenüber. Wo kommt was her und wie wird es be- und verarbeitet, bis es so wie andere Produkte jetzt im Supermarktregal steht? Ich denke, dass genau das eine Erdung ist, die leider vielen Menschen verloren gegangen ist und die es wichtig ist, zu verstehen.

Ein ganz anderer Punkt ist die Entgiftung meines Körpers. Ich weiß von meiner Laktoseintoleranz seit 2 ½ Jahren. Erst seitdem Moment habe ich begonnen, meine Ernährung zu hinterfragen und umzustellen. Vor 1 Jahr wurde ich dann vegan. Durch die jahrelange Belastung des Darms mit unverdaulichen Lebensmitteln, hatte ich mir diesen ganz schön versaut. Resultat: unreine Haut, Neurodermitis, Müdigkeit, Mattheit. Und das sind nur die äußerlich sichtbaren bzw. bemerkbaren Symptome gewesen. Möchte nicht wissen, wie es drinnen aussieht ;)

Somit entschied ich mich vor einigen Monaten zu einer Colon-Hydro-Therapie, um mich von Altlasten zu befreien. Und da blieb der Gedanke, sich nach der Darmsanierung unterstützend auch mit der Ernährung zu entgiften, nicht aus. Beides zusammen in Verbindung mit Yoga und Sport sollte meinen Körper und meinen Geist wieder fit machen. Meine Akkus wieder aufladen und die kleinen Wehwehchen, an die ich mich ja immer sehr schnell gewöhnt hatte, loslassen. Eine komplette Tarierung meiner Selbst sozusagen :)

Somit freute ich mich sehr auf die 4 Wochen Rohkost. Ich war gespannt auf die Veränderungen, auf viele neue und tolle Rezepte. Ich war mir sicher, mein Speiseplan würde sich erweitern, ich würde Produkte kennenlernen, die ich vorher nicht kannte oder mit denen ich nichts anfangen konnte. Geschmacksrichtungen und Kombinationen erleben und spüren, was jede einzelne Nahrung für den Körper bedeutet, was wo drin ist und was ich eigentlich benötige. Sensibilität mir selbst und meinem Essen gegenüber Schärfen – so hab ich vor zwei Wochen gedacht. Passiert ist seitdem einiges. Erste Erkenntnisse seit der Zeit: mein Körpergefühl hat sich verbessert. Ich stehe im ständigen Dialog mit mir selbst, was ich sehr positiv finde. Ich merke mehr und mehr, was mir gut tut, was ich vertrage und was nicht. Ich schlafe viel mehr und gönne mir auch während des Tages mehr Ruhephasen. Mein Körper gibt mir eindeutigere Signale. Die Psyche ist geschärfter und ich fühle eine innere Harmonie.

Was den Speiseplan angeht war es selten aufregender. Ich habe so viele leckere Sachen kennengelernt bis jetzt. Klar mache ich auch sehr viel selbst, aber es gibt auch auf dem Markt Produkte, von denen ich mich zukünftig nicht mehr trennen möchte: unter anderem die sensationellen lifebar-Riegel. Egal ob fruchtig, nussig oder schokoladig, die Dinger machen süchtig. Sind ideal für unterwegs und enthalten oftmals nur um die 5 Zutaten. Was mich verwundert hat. Da hauen andere Hersteller zusätzliche Stoffe noch und nöcher rein, aber es geht auch so, schmeckt besser und gibt ein viel besseres Gefühl. Ebeneso angetan haben es mir die Cashewschokolade und die Chiasamen. Ich bin eigentlich eher der herzhafte Typ, aber diese drei „süßen“ Produkte sind nicht mehr von meinem Speiseplan wegzudenken."

Das Rohkost-Experiment von Sonja und Partick läuft noch bis Ende Mai. Bis dahin könnt ihr, tagesaktuell, die Erfahrungen der Beiden hier nachverfolgen.

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